Sonnen-wind

Archive for Oktober, 2009

4. Tag Rundreise – Felsmalereien, Tempelreliquien

by admin on Okt.27, 2009, under Thailand Urlaub 2009

19. August 2009

Hotelanlage

Hotelanlage

Heute morgen haben wir das Frühstück auf der Terasse unter freiem Himmel eingenommen. Das Buffet war lecker zusammengestellt und sämtliche Töpfe und Krüge standen in mit Wasser gefüllten Schalen, damit kein Ungeziefer an das Essen heran kommt.

Zuerst besichtigten wir 3000 bis 4000 Jahre alte Felsmalereien im Pha Taem National Park, die erst vor 40 Jahren entdeckt wurden. Wir sind am Sonnenuntergangspunkt mit Sicht auf den Mekong vom Felsplateau auf den Pfad zu den Felsmalereien hinabgestiegen. Der Pfad führt an der Felskante entlang, während von oben Wassertropfen ihre 20-30m herabfallen und traumhaft im Sonnenschein glitzern. Nach ca. 20min Wanderung haben wir die ungefähr 2m hohen und 20m breiten Felsmalereien endlich erreicht, diese wurden mit roter Sandsteinfarbe auf den Fels gemalt. Es sind Fische, Krüge, invertierte Hände und ein Elefant auf den Fels gemalt.

Felsmalereien

Felsmalereien

Anschließend sind wir nach Mukdahan zum Mittagessen und Besichtigten des lokalen Marktes gefahren. Wir haben in einem Lokal vietnamesisch zu Mittag gegessen, hier ist es üblich alle Gerichte mit Allen am Tisch zu teilen, wofür es in der Mitte des Tisches eine extra Anrichte zum Drehen gibt. Es gab Reismehlblätter in die man Schweinefleischbällchen, Knoblauch, Chillis, in Scheiben geschnittene grüne Bananen und Sternfrüchte mit Soße füllt, Gemüse, Frühlingsrollen mit Fisch, Gemüse mit Minze in Reismehlblättern, knuspriges Omelett mit Gemüse und Hackfleisch gefüllt und gebratenes Schweinefleisch mit Reisnudeln.

Indochina Markt

Indochina Markt

Der Indochinamarkt in Mukdahan führt spottbillige, einheimische Waren aus den Ländern Thailand, China, Vietnam, Laos und Kambodscha. In den großen chinesischen Läden gab es riesige abgepackte Mengen Kleinkram für einen unglaublich geringen Preis zu kaufen, z.B. einen 80er Pack HB Bleistifte für 1,5€.

Unser nächster Stop war am bekannten Wat Phra That Phanom, hier werden Beinreliquien von Buddha aufbewahrt. Der Turm in der Mitte ist 50m hoch und eine beliebte Pilgerstätte für Gläubige, sowie der älteste nordöstlichst gelegene Tempel Thailands. Heute kam uns wieder einmal die thailändische Armee entgegen und belegte den gesamten Tempelplatz, Soldaten ziehen für das Beten übrigens nicht wie alle anderen ihre Stiefel aus.

Tempel

Wat Phra That Phanom

Die Bet-Zeremonie läuft wie folgt ab: Am Eingang spenden Gläubige Geld und erhalten dafür Räucherstäbchen, Lotusblumen und Blattgold. Die Räucherstäbchen werden an der Kerze vor dem Altar entzündet, die Blumen auf den Altar gelegt und das Blattgold angeklebt. Vorher kniehen sich die Gläubigen vor dem Altar hin und stecken die Stäbchen in einen mit Sand gefüllten Kasten. Mit der Blume und dem Gold in den Händen wird die klassische thailändische Gebetshandhaltung eingenommen und sich dreimal tief bis zum Boden verbeugt. Dann wird das Gebet oder der Wunsch gesprochen und man hofft, dass Buddha einem die Erleuchtung schenkt. Buddha war nachdem er 50 mal wiedergeboren wurde, die erste und einzige Person, die jemals die Erleuchtung erhalten hat und ins Nirwana aufstieg. Er war früher ein Prinz und gab all seine Habseligkeiten auf um Mönch zu werden, schließlich erlangte er nach jahrelangem meditieren unter einem Ficusbaum die Erleuchtung.

Zum Abschluß des Tages sind wir in das River View Hotel in Nakorn Phanom abgestiegen, ein Hotel voller Gegensätze. Es hat eine imposante Empfangshalle, aber die Zimmer haben teilweise Schimmel. Das Restaurant ist piekfein eingerichtet und es wird live Musik gespielt, dafür hat die Tischdecke Flecken. In der Empfangshalle wird ebenfalls live Musik gespielt, dafür gibt es nur eine Herren- und Damentoilette zusammen, die gleichzeitig als Abstellraum und Umkleidekabine für die Sängerinnen diente.

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3. Tag Rundreise – Korbflechter, Tempel, Schriftrollen, Mekong

by admin on Okt.22, 2009, under Thailand Urlaub 2009

18. August 2009

Aufstehen war heute wie immer um 6:30h. Wir haben genau wie gestern zusammen mit thailändischen Soldaten gefrühstückt, die zur Zeit an Luftwaffenübungen mit US Soldaten teilnehmen. Es gab wie gestern thailändisches Frühstück.

Unser heutiger erster Stop lag an einem Korbflechter Dorf, welches am OTOP Projekt der thailändischen Königin teilnimmt. Hier erfuhren wir wie Korbgeflechte hergestellt werden. Zuerst weicht man Rattan ein, damit er biegbar wird, um ihn in die entsprechende Form zu bringen. Die einzelnen Streben werden anschließend von schmalen vorher kleingeraspelten Zwischenstreben zusammengehalten und fixiert. 

Als nächstes besichtigten wir den hinduistischen Prasat Sikkoraphun Tempel aus dem 11. Jhdt., der aus Back- und Lavastein erbaut ist. Der Lavastein bildet den Sockel, worauf die Aufbauten aus Backstein aufgesetzt wurden. Der nächste Tempel auf unserem Weg stand in Prasat Sa Kamphaeng Yai, ein Hindu Tempel aus dem 11. Jhdt., der der Göttin Shiva gewidmet ist.

Zu Mittag haben wir in Ubon Ratchathani, in einem beliebten lokalen chinesischen Restaraunt, gegessen. Es gab rotes Schweinefleisch mit Reis und süßer Soße, sowie Wan Tan Suppe. Nach dem Essen sind wir im schön angelegten Stadtpark spazieren gegangen, um das Essen zu verdauen.
Auf dem Weg zum Park kam uns ein Schulbus mit kleinen Kindern entgegen, die plötzlich aufgeregt am losrufen und winken waren, als sie uns beide erblickten. Helle Haut und blonde Haare sind in Thailand wirklich selten und sorgen immer wieder für Aufsehen.

Teakholztempel Wat Thungsrimuang

Teakholztempel Wat Thungsrimuang

Unser nächster Stop war am Wat Thungsrimuang, einem bekannten Teakholztempel aus dem 12. Jhdt., worin alte buddhistische Schriftrollen lagern, die auf Palmblätter geschrieben sind. Der Tempel stand mitten auf Stelzen im Wasser, damit das Ungeziefer nicht die Schriftrollen auffrißt und sie vor Hochwasser sicher sind. Der Tempel wird einmal im Jahr eingeölt, um ihn vor Verrottung zu bewahren.

Auf unserem weiteren Weg hielten wir an einem Gonghändler am Straßenrand, welcher Messinggongs in unterschiedlichen Größen anfertigt. Die Gongs waren entweder naturbelassen in Messingfarben oder schwarz mit goldenen Verzierungen bemalt. Ein großer Gong mit einem Durchmesser von ca. 80-100cm wiegt rund 40kg und braucht in der Herstellung ca. eine Woche. Einen etwa 30-40cm großen Zimmergong mit wunderbarem Klang hätten wir vor Ort für 20€ erstehen können, in der Stadt vermuten wir, hätten wir bestimmt das dreifache bezahlt.

Der Mekong

Der Mekong

Unser nächster Halt lag am Aussichtspunkt Khong Chiam am Mekong. Wir hatten einen wunderbaren Ausblick auf das unterliegende Dorf, mit seinen zahllosen Wellblechhütten. Hier mündet der Mun Fluß in den Mekong. Der breite Mekong führt klares Wasser, während der Mun rötliches mit sich führt. Wenn beide Flüsse zusammenfließen mischt sich das Wasser und zurück bleibt das klare Wasser des wesentlich mächtigeren Mekongs.

Unsere Reiseleitung mit Bus

Unser Reiseleiter mit Busfahrer und Bus

 

Vom Aussichtspunkt fuhren wir zum nächstgelegenen Bootsanleger und machten eine Rundfahrt auf dem Mekong mit einem Longtailboat. Wir sind vom Flußufer trockenen Fußes in das Boot eingestiegen und zuerst auf die andere Seite des Mekongs in die Hoheitsgewässer von Laos vorgedrungen. Der Nachbarstaat ist eines der ärmsten Länder der Welt, in etwa so groß wie die Schweiz und treibt regen Handel mit Thailand. Auf dem Wasser konnten wir viel Treibgut beobachten. Wir sind auch an die Stelle des Zusammenflusses des Mekongs und Muns gefahren und haben dort das Zusammenspiel beider Strömungen beobachtet.

Zum Schluß sind wir mit dem Longtailboat zum Hotelanlager unseres heutigen 5 Sterne Hotels Tohsang Khongjiam Resort gefahren. Das Resort lag Abseits vom Trubel der nahe gelegenen drittgrößten thailändischen 1,6 Mio Einwohner Stadt Khong Chiam und bildet eine Oase der Ruhe und des Friedens. Es gab eine wunderschöne Poolanlage mit Wasserfontainen, Brunnen und eine tolle Terasse direkt über dem Mekong. Alle Zimmer des Hotels haben Aussicht auf den Mekong und sind sehr stilvoll und elegant eingerichtet.
Heute Abend haben wir ein sehr lecker zubereitetes 7 Gänge Menu gespeist.

Unser Hotelzimmer

Unser Hotelzimmer

Es gab fritiertes Hühnchen mit Knoblauch, rotes Rindercurry, Schweinefleisch süß sauer, Hühnchen in scharfer Kokosnusssuppe, fritiertes Gemüse in Tempura Teig, scharfen Schweinefleischsalat mit Schrimps und Obst zum Nachtisch. Beim Candle Light Dinner konnten wir den traumhaft klaren Sternenhimmel beobachten und waren nahezu ungestört. Das Zirpen der Grillen, das Quaken der Frösche und das stete Rauschen des Flußes rundeten das Erlebnis perfekt ab. Es war wunderschön, romantisch – einfach traumhaft.

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2. Tag Rundreise Phanom Rung

by admin on Okt.19, 2009, under Thailand Urlaub 2009

17. August 2009

Tonarbeiten

Tonarbeiten

Heute morgen wurden wir um 6:30h vom Hotelweckservice per Telefon geweckt. Das Frühstücksbuffett war diesmal sehr thailändisch und bestand im Wesentlichen aus Suppe, Reis und verschiedenen Gemüsen. Wir aßen vornehmlich trockenenes Brot und Obst. Zum Glück waren wir noch vom Vorabend gesätigt.

Unser 1. Tourstop war das Töpferdorf Dan Kwian, wo traditionell mit rotem Ton aus den örtlichen Vorkommen getöpfert wird. Heutzutage wird Gips beigemischt, um die Töpfereien haltbarer und stabiler zu machen. Es wird alles von großen Wandreliefen, Krügen, verschiedenen Tierchen, Wasserspielen bis zu fast lebensgroßen Elefanten aus Ton gefertigt.
Die großen mit Wasser gefüllten Tonschalen am Eingang der thailändischen Häuser sind der Göttin Feng Shui gewidmet, die als Symbol der Fruchtbarkeit gilt.

Unser nächster Stop lag am Khmer Hindu Tempel Phanom Rung in 500m Höhe auf einem Berg. Hier hat man einen wunderschönen Ausblick auf das umliegende Flachland wo hauptsächlich Jasmin Reisanbau betrieben wird. Der Tempel selbst stammt aus dem 11. Jhrt. und wurde nicht ganz fertig gestellt. Das kann man sehr gut an den zweierlei verschiedenen Sorten verwendeten Gesteins erkennen. Im 11. Jhdt. wurde roter Sandstein und später Lavastein verwendet um den Bau abzuschließen.

Khmer Hindu Tempel Phanom Rung

Khmer Hindu Tempel Phanom Rung

Insgesamt wurden nur die wenigsten Khmer Tempel, deren durchschnittliche Bauzeit 100 Jahre betrug, fertig gestellt. Entweder fehlen ganze Gesteinsteile oder die aufwändigen Verzierungen, die erst vor Ort in den Stein gearbeitet werden. Der Hauptteil eines jeden Khmer Tempels ist der maiskolbenförmige Turm in der Mitte, der immer als erstes fertig gestellt wird.
Dieser Tempel gilt als Prototyp des berühmten Angkor Wat in Kombodscha.

Anschließend haben wir in einem einfachen lokalen Restaurant zu Mittag gessen. Es gab ein in Stückchen geschnittenes Hähnchen, einen kalten recht pikanten Papayasalat, Hühnchen mit Zwiebeln und Cashew Kernen, Omelett mit Rindfleisch, normalen Reis und speziellen Klebreis der leicht süßlich geschmeckt hat – eine lokale Spezialität.

Prasat Muang Tam

Prasat Muang Tam

Als nächstes haben wir die hinduistische Tempelanlage Prasat Muang Tam aus dem 11. Jhdt. besichtigt. Früher stand der Eingangsbereich in der Regenzeit regelmäßig unter Wasser, wobei auch teilweise die halbe Tempelanlage geflutet wurde. Das besondere an dieser Anlage sind die L förmigen Wasserbecken, während bei allen anderen hinduistischen Anlagen die Wasserbecken im Vorhof steht’s quadratisch sind. Hier sind die Wasserbecken deutlich größer und zudem mit 5 köpfigen Naga Schlangen umrandet. Die Anzahl der Schlangenköpfe deutet auf die Abstammung der Tempelerbauer hin. Bei königlichen Tempelanlagen wurden ausschließlich 9 köpfige Naga Schlagen verwendet, die kein anderer benutzen durfte.

Über den Untergang des Khmer Reiches wird ebenfalls spekuliert, die wahrscheinlichsten Theorien sind mehrere starke Überschwemmungen, eine Revolution der Bauern oder die zahllosen und aufwändigen Tempelbauvorhaben die zu viele Arbeitskräfte gekostet haben.

Anschließend haben wir ein Seidenweberdorf mitten im armen Hinterland von Thailand besucht. Während der Regenzeit arbeiten viele Seidenweber auf den Reisfeldern. Seidenweber brauchen für 1 mal 1 Meter Tuch ca. einen ganzen Tag, wenn sie schnell sind. Die meisten Seidenweberdörfer arbeiten für das Hilfsprojekt der thailändischen Königin, OTOP ein Produkt je Dorf. Seidenraupen wachsen ca. 3 Monate und schlüpfen 8 mal im Jahr, wobei aus 2 Din A4 Blättern voller Seidenraupeneier bis zu 3,5 kg Seide gewonnen werden kann. Seidenraupen werden ausschließlich mit Maulbeerblättern gefüttert.

Wasserbüffel am Wegesrand

Wasserbüffel am Wegesrand

Heute Abend stiegen wir im Thong Tarin Hotel in Surin ab, einer 100.000 Einwohner Stadt. Wir schienen die einzigen Touristen zu sein, überall beäugten uns Thailänder. Als Europäer mit blonden Haaren kommt man sich fast wie ein Filmstar vor.
Nach dem Abendessen haben wir einen kurzen Spaziergang zum Supermarkt gegenüber des Hotels gemacht, wo uns plötzlich auf der Strasse ein Elefant entgegen kam. Wir staunten nicht schlecht und haben dem Besitzer einige Bambusstücke abgekauft um den Elefanten zu füttern. Bei genauerem Hinsehen hat es sich um einen Babyelefanten gehandelt, der nervös mit den Ohren gewackelt hat – kein Wunder direkt an der Straße.

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Erster Tag Rundreise: Ayuthaya

by admin on Okt.10, 2009, under Thailand Urlaub 2009

16. August 2009

Heute morgen war um 5:45h aufstehen angesagt, weil uns unser Reisebus um 7h vor dem Hotel zur Rundreise abholen kam. Der Bus ist pünktlich am Hotel erschienen. Wir kamen nicht mehr aus dem Staunen heraus, weil wir erfahren haben, dass wir die einzigen Gäste für diese Tour sind. Für uns beide alleine stand ein Busfahrer, ein Reiseleiter und ein Reisebus zur Verfügung.
Zudem ist das ein sehr komfortabler Bus für 10 Personen, worin die vorderen beiden Gäste die Füße auf eine gepolsterte Bank hochlegen können.

Tempelanlage von Ayuthaya

Tempelanlage von Ayuthaya

Zuerst hielten wir in Ayuthaya am Wat Chaiwathanaram, einer 400 Jahre alten buddhistischen Tempelanlage die unter dem Unesco Weltkulturerbe steht. Ayuthaya war 400 Jahre lang die ehemalige Hauptstadt Thailands.
Das Faszinierende beim Besuch der Tempelanlage ist die absolute Stille und Friedfertigkeit, die von Vogelgezwitscher untermalt wurde. Wir waren gegen halb neun morgens an der Tempelanlage und damit die ersten und einzigen Gäste.
An den zahlreichen Buddhastatuen wurde massiver Kunstdiebstahl begangen, in dem ihnen die Köpfe entfernt worden sind, die unter Sammlern einen hohen Wert erzielen. Die hier stationierten Soldaten entwendeten während des Vietnamkrieges viele Kunstgegenstände. Sämtliche goldenen Verzierungen sind ebenfalls gestohlen worden und man sieht an den Stellen nur noch den schwarzen Schutzlack auf den das Gold angebracht wurde.


Unser nächster Stop war an einem lokalen Früchtemarkt direkt am Strassenrand bei dem Dorf Klang Dong. Hier haben wir vom Reiseleiter die einheimischen Früchte gezeigt und erklärt bekommen. Wir nahmen zwei verschiedene Früchte mit, Longan und Mangostan. Longanfrüchte, auch als Lingkangfrucht bezeichnet, haben eine hellbraune Schale, die sich zwar gut lösen lässt, aber sehr klebrig ist. Der süßliche bis fein säuerliche Geschmack und die Beschaffenheit des weißlichen Fruchtfleisches schmecken sehr lecker.

Anschließend aßen wir in einem lokalen Restaurant zu Mittag, wo wir von unserem Reiseführer zahlreiche lokale Spezialitäten Thailands aufgetischt bekommen haben. Erstaunlicherweise waren alle bis auf die Meeresfrüchtesuppe mit Chillis (Tom yam gung) nur wenig scharf. Wir haben jedoch schon vor dem Essen das Versprechen bekommen, dass es mit jedem Tag etwas schärfer werden würde.

Verschiedene thailändische Spezialitäten

Verschiedene thailändische Spezialitäten

Nach dem Mittagessen besuchten wir das Khmer Kloster bei Prasat Hin, eine von der Unesco restaurierte riesige Tempelanlage aus dem 11. Jahrhundert. Das besondere an der Tempelanlage ist die Verschmelzung des buddhistischen und hinduistischen Glaubens. Hier wurden z.B. die hinduistischen Phallussymbole durch Buddhastatuen ersetzt. Der maiskolbenförmige Turm in der Mitte der Tempelanlage diente als Begräbnisstätte für Könige. Auf dem Haupthof der Tempelanlage wird der verstorbene König 100 Tage lang aufgebahrt und anschließend verbrannt. Dabei wird die Asche in drei Teile geteilt, ein Teil wird in den Fluss gegeben, einer wird im Turm beigesetzt und der letzte geht in einer Urne nach Hause zur Familie.

Khmer Kloster bei Prasat Hin

Khmer Kloster bei Prasat Hin

 Wir erfuhren viel über den Buddhismus und Hinduismus, die eng miteinander verknüpft sind. Die Hinduisten müssen ihren Glaubensgrundlagen streng folgen, während die Buddhisten in ihren Entscheidungen freier sind. Es gibt Verhaltensregeln für gute und schlechte Taten. Die Buddhisten glauben an die ständige Wiedergeburt und können durch ihre Taten bei der nächsten Wiedergeburt in eine höhere Daseinsform aufsteigen. Das Höchste ist das Nirvana, die ewige Erleuchtung. Wer diesen Zustand erlangt, scheidet aus dem Wiedergeburtszyklus aus. Im Hinduismus wird man hingegen immer in der gleichen Kaste wiedergeboren und kann diese niemals verlassen: Ein König bleibt immer ein König und ein Bauer immer ein Bauer.

Banyan Baum mit Verkaufsstand

Banyan Baum mit Verkaufsstand

Unser letzter Stop des Tages war der Besuch einer der größten Banyan Bäume des Landes mit über 300qm² Fläche. Das ist ein riesiger Baum der in Sumpfgebieten wächst und sich über Wurzeln durch die Luft ernährt. Dem Baum wurde sogar ein eigener Schrein gewidmet und Menschen lassen dort Fische, Schildkröten, Vögel und vieles weitere Getier frei um sich von dieser guten Tat entsprechend ihres Glaubens etwas zu erhoffen.
Vögel stehen z.B. für eine gute Reise und Goldfische für Wohlstand und Geld.

Unsere Übernachtung fand im Sima Thani Hotel statt, wo wir ein leckeres und sehr üppiges Abendbuffet hatten. Nachdem wir uns völlig kugelrund gegessen hatten, ging unser Tag nach über 500 km Reise zu Ende.

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Vierter Tag in Bangkok

by admin on Okt.10, 2009, under Thailand Urlaub 2009

15. August 2009

Beim Aufstehen spürte ich immer noch die Nachwirkungen der gestrigen Massage im Rücken.

Nach dem Frühstück sind wir wieder mit dem Hotel eigenen Shuttle Bus zum Pratunam Markt gefahren. Wir waren wiederum die Einzigen die dort ausgestiegen sind. Diesmal sind wir über einen anderen Teil des Marktes gelaufen in dem es ganz andere Klamotten gab. Diese waren sehr schön und wir konnten nicht wiederstehen ein paar Kleidungsstücke zu kaufen. Je schöner die Sachen sind, desto ”teurer” werden sie, was natürlich kein Vergleich zu deutschen Verhältnissen ist.

Pratunam Shopping Center

Pratunam Shopping Center

Nach dem Markt sind wir ins Intra- und ins Pratunam Shopping Center gegangen und haben bei Black Canyon Coffee zu Mittag gegessen. Als Nachtisch gab’s einen Donut (für 50 Cent) von Dunk’in Donuts. Im Shopping Center haben wir nach dem im Reiseführer beschriebenen Shop namens Patou Shoes gesucht, der Schuhe nach Maß anfertigt. Allerdings kannte vor Ort niemand diesen Laden und wir wurden an ein gegenüberliegendes Geschäft verwiesen, was die gleiche Dienstleistung vollbringen soll. Hier dauert die Maßanfertigung rund einen Monat, was für uns natürlich zu lange ist.

Im Anschluss sind wir in das Pating Shopping Center gegangen, das Größte für Computer, Software, Hardware, DVD’s und Ähnlichem. Ich habe hier spontan ein Datenkabel für den aktuellen Ipod Touch 2G für 1€ erstanden, was absolut funktionsfähig ist. Jenny erstand Glitzerkopfhörer und ein Laptop Cover.
Man kann sich leider nie sicher sein, ob es sich um Originalware oder um gut verpackte Fälschungen handelt. Zum Beispiel gab es ein eingeschweißtes PS3 Spiel aus Korea für 55€. Es handelte sich laut Verkäufer um Resident Evil 5, was in Korea unter dem Namen Biohazard verkauft wird und ein anderes Cover besitzt. Der Laden wirkte vertrauenserweckend und hatte das gleiche Preisniveau wie bei uns Saturn oder Media Markt. Killzone 2 gabs übrigens für 55€ zu kaufen.

Abends im Hotel lies die Wirkung der gestrigen Rückenmassage wieder nach.

Century Park Hotel Lobby

Century Park Hotel Lobby

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Dritter Tag in Bangkok

by admin on Okt.04, 2009, under Thailand Urlaub 2009

14. August 2009

Wir sind heute morgen nach dem Frühstück mit dem kostenlosen Hotel Shuttle Bus zum nahegelegenen Pratunam Markt gefahren. Dort waren wir die einzigen Hotelgäste die den Bus verließen, die Anderen sind schon vor uns an den anderen Touristenshoppingstationen ausgestiegen.

Zuerst gingen wir auf Grund der Hitze ins Pratunam Shopping Center. Doch dort war gegen halb 11 sehr wenig Betrieb und es waren kaum Läden offen. So hatten wir das Shoppig Center fast für uns alleine. Im Shopping Center haben wir uns eine Relax-Massage für je 2€ á 40min gegönnt. Auf bequemen, gepolsterten Liegestühlen massierte man unseren Rücken, Kopf, Nacken Schultern, Arme und bei mir noch kurz die Brust. Anschließend wurden sogar ein paar Dehnübungen mit uns gemacht.

Quer im Verkehr

Quer im Verkehr

Nach der Massage sind wir endlich auf den einfacheren Pratunam Markt gegangen. Hier liefen einige Schaben auf dem Boden herum und überall haben Näherinnen aufwändige Kleider in ihren winzigen Stübchen zusammen genäht. Die Kleider wurden derart aufwändig mit Pailetten bestickt, dass man damit locker beim brasilianischen Karneval auftreten könnte.
Wir fanden einen Nähzubehörladen in dem man alle Nähutensilien für “einen Appel und ein Ei” kaufen konnte. Acht einfache Reisverschlüsse kosteten zum Beispiel 20 Cent.
Auf dem Markt kaufte ich eine schlichte passende Jeans und eine Badeshort für jeweils 5€.

Darauf hin ist uns unerwarteter Weise bereits gegen 14h das Geld ausgegangen. Wir hatten keine Kreditkarte dabei und unser restliches umgetauschtes Geld lag wohlbehütet im Hotelzimmertresor. Das lag daran, dass unsere paar Teile und Kleinigkeiten die wir gekauft hatten, so “viel” gekostet haben wie unser riesiger gemeinsamer Einkauf gestern in Chinatown.

Bei der Rückfahrt zog unser Taxifahrer aus der Seitenstraße über vier Spuren auf die andere Straßenseite hinüber, wobei wir einige Zeit quer im Verkehr standen. Abends fuhren wir wieder Richtung Pratunam Markt. Hier kümmerten wir uns zuerst um etwas zu Essen, weil wir bislang nur im Hotel gefrühstückt hatten.

Baiyoke Sky Hotel

Baiyoke Sky Hotel

In unmittelbarer Nähe des Pratunam Marktes befindet sich das Baiyoke Sky Hotel, das mit über 80 Stockwerken einen hervorragenden Blick auf ganz Bangkok bietet und indem man auf der 76. und 78. Etage für umgerechnet 13€ bzw. 20€ zu Abend essen kann. Das ist für thailändische Verhältnisse eine große Summe Geld.

Da wir nicht wirklich für einen solchen Maßstab entsprechend gekleidet waren, haben wir uns für die Restaurantkette Black Canyon Coffee entschieden, wo es super geschmeckt hat. Wir wanderten die Straße entlang und betrachteten die vielen Straßenhändler. Diese hatten teilweise sehr schöne Klamotten und wir deckten uns jeweils mit einigen schönen Oberteilen ein. Ich bin nun stolzer Besitzer zwei neuer Poloshirts des Labels DG (= Design Guy) geworden.

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Zweiter Tag in Bangkok

by admin on Okt.04, 2009, under Thailand Urlaub 2009

13. August 2009

Unser Wecker hat heute morgen um 7:30h geklingelt. Das Frühstück war sehr reichhaltig, es gab Rührei, Bakon, Müsli, weißes Brot, Brötchen, Croissants, viel frisches Obst, Saft, thailändisches Frühstück und vieles mehr.

Nach dem Frühstück sind wir mit dem Taxi zum Wat Po gefahren. Die Hauptattraktion des Tempels ist der liegende Budha, eine riesige vergoldete Buddha Statue, 45m lang und 15m hoch. Die Haltung symbolisiert den Moment des Todes, den Übergang ins Nirvana.

Detail des liegenden Buddhas im Wat Po

Detail des liegenden Buddhas im Wat Po

 

Blick auf die Fußsohlen Buddhas

Blick auf die Fußsohlen Buddhas

Auf den Fußsohlen Buddhas sind 108 Bilder aus seinem Leben abgebildet. Der Wat Po ist der grösste und beliebteste Tempel Bangkoks.

Anschließend hat uns auf der Straße ein freundlicher Touristenführer einiges Wissenswertes über die Umgebung und die einheimischen Bauernfänger samt TukTuk Fahrer erzählt. Man soll nur die TukTuks mit gelbem Nummernschild und Fahrer mit Uniform nehmen, diese fahren einen auf Wunsch eine Stunde lang durch die Stadt, auch zu mehreren Zielen nacheinander.

Im Inneren des Wat Saket

Im Inneren des Wat Saket

Danach sind wir zum Wat Saket mit dem TukTuk gefahren. Dieser wurde von König Rama I. gebaut und ist einer der ältesten Tempel der Stadt.
318 Stufen führen zum goldenen Chedi hinauf, in der die 1899 herbeigeführte Reliquie Budhas ruht.

Unser nächster Stop brachte uns nach Chinatown. Dort war es sehr laut und voll mit Menschen, die in kleinen engen Gassen jede Menge Ramsch, Tinnef und manche wirklich schönen Dinge für sehr günstige Preise angeboten haben.
Der Markt war in unterschiedliche Bereiche eingeteilt. In einigen Teilen konnte man alles Mögliche, in anderen Teilen Essen, Obst, Schuhe, Porzellan und ähnliches kaufen. Überall waren duftende Garrküchen, zum Teil auf Rädern. Es gab Obst-, Eis- und Getränkeverkäufer, sowie zahlreiche Motorräder, Autos, Sackkarren und TukTuks, die durch die scheinbar endlosen engen Gassen gefahren sind.
Die Preise in Chinatown sind sogar für thailändische Verhältnisse niedrig und nicht verhandelbar.

Gekauft haben wir z.B. 12 Regenponchos für 3€, jede Menge Nagelsticker für den Bruchteil des Preises von zu Hause, Ringe und Armreifen und unzählige Kleinigkeiten. Ich habe sogar endlich eine kleine Männerhandtasche aus Jeansstoff für 3€ mit ganz vielen kleinen unterschiedlichen Fächern bekommen. Ein heikles Thema für den Mann, aber erstaunlich gut umgesetzt. Die Tasche steht mir und es passt alles wichtige wie z.B. Handy, Kamera, Brieftasche, Faltkarte von Bangkok, Taschentücher, Lippenstift und Sonnenbrille hinein. Wie man merkt, wird direkt der Platz von der Frau begeistert mit in Anspruch genommen.

Ich kann es an diese Stelle zwar nur vermuten, aber es könnte der Wahrheit entsprechen, dass man wahrscheinlich in Chinatown sämtliche Waren findet, die überall in Bangkok zu einem vielfachen des Preises wiederverkauft werden. Die Kunst besteht darin, aus dem übermächtigen Angebot die interessanten Waren zu entdecken. Immerhin haben wir diesmal trotz stundenlangem Herumlaufen keinen der sonst so zahlreich vorkommenden Klamottenhändler gefunden.

Zum Schluss sind wir mit dem TukTuk während der Rush Hour zurück zum Hotel gefahren. Wir haben nach hartem Verhandeln den selben Preis wie am Morgen mit dem Taxi gezahlt, aber die Fahrt hat doppelt so lange gedauert. Zudem war es auf der Strasse unerträglich laut, so dass wir erst im Hotel gemerkt haben, wie angenehm leise es hier ist. Es haben bei uns beiden die Ohren ein wenig geklingelt.

Nachdem wir uns im Hotel ein wenig ausgeruht haben, sind wir mit dem Taxi zum Sua Lim Nightmarket gefahren. Dort haben wir in einem touristischen Restaurant zu Abend gegessen und saßen an einem kleinen Teich mit Springbrunnen. Anschließend, gegen 21h, gingen wir über den Nachtmarkt, wo teilweise schon einige Geschäfte geschlossen und andere ihre Waren am weggeräumen waren.

Auf dem Markt gab es schöne Sachen, allerdings waren die Preise um ein vielfaches Höher als in Chinatown. In Chinatown gab es zum Beispiel das selbe Salzstreuer-Set mit 6 Stk. für 150 Baht (3€) und auf dem Markt sollte Einer 150 Baht kosten.

Ansonsten gab es noch tolle Musik T-Shirts zu kaufen, die mit dem Beat der Musik geleuchtet haben. Ein genialer Disco Gag!

Nachdem wir hunderte  Stände, aber damit nur einen Bruchteil des Marktes gesehen haben, sind wir mit dem Taxi zurück zum Hotel gefahren.

Beim Shoppen hat man wieder einmal gelernt, dass die Händler ungefragt massiv mit dem Preis runter gehen, wenn man die Sachen eigentlich nicht kaufen möchte und wenn man an den Sachen wirklich interessiert ist, dann fällt das Handeln schwer!

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