Archive for Februar, 2010
8. Tag Koh Samui – Ang Thong Marine National Park
by admin on Feb.10, 2010, under Thailand Urlaub 2009
29. August 2009
Heute Morgen standen wir wieder einmal um 6:30h auf, um rechtzeitig an unserer gebuchten Ang Thong Marine National Park Tour teilzunehmen.
Der Ang Thong Marine National Park bestand aus 42 Inseln und lag östlich von Koh Samui. Er steht unter Naturschutz und bildet ein Paradies auf Erden. Hier wurde sich die Inspiration zum Buch The Beach geholt und vielleicht wurden sogar einige Szenen des gleichnamigen Films hier gedreht.
Wir stachen von Ban Nathon in einem halb besetzten Touristendampfer in See. Nach 1,5 Stunden Fahrt erreichten wir unser erstes Ziel im Ang Thong Marine National Park, eine von Bergen umschlossene Salzwasserlagune. Die Lagune wird durch einen eingestürzten Tunnel mit Meerwasser gespeist, der Anblick war überwältigend. Von außen umrandeten Felsen die Lagune auf denen purer Dschungel wuchs, das Wasser im Inneren war türkisblau und kristallklar. In der Lagune lebten zahlreiche extrem langstachelige Seeigel und einige seltene Fischarten in teilweise sehr bunten Farben. Die Lagune bildet eine Idylle fernab der Menschheit, wären da nicht die regelmäßigen Touristenschwärme die die Lagune täglich besichtigen würden. Immerhin hielten sich die Touristen nur auf den vorgefertigten und abgetrennten Wegen auf, so dass die Natur nur wenig drunter leidet.
Der Strand bietet den Zugang zur Lagune. Von hier fuhren wir mit dem Kajak die Küste entlang um die Insel herum. Es machte sehr viel Spaß möglichst nah an Felsen entlangzufahren und zwischen ihnen hindurchzusteuern. Wir fuhren sogar streckenweise mehrere hundert Meter unter unterspülten Felsüberhängen hindurch, wie durch kleine Höhlen. Wir paddelten eine Stunde bevor wir wieder mit der Gruppe zurück auf das Schiff gingen, um dort Mittag zu Essen und mit dem Schiff weiter zur Hauptinsel zu fahren, wo das Hauptbüro des Nationalparks lag.
Das Hauptbüro stand in einer wunderschönen, perfekt gepflegten Bucht mit einem malerischen absolut sauberen und feinem Sandstrand und zahlreichen Kokospalmen. Wir verliebten uns spontan in diese Trauminsel und sahen an der Information, dass wir zusammen im Bungalow für 10€ und im Zelt für nur 5€ übernachten konnten, fortan ging uns dieser Gedanke nicht mehr aus den Köpfen. Leider hatten wir insgesamt nur 15€ dabei, was unseren Enthusiasmus ein wenig bremste, immerhin bräuchten wir auch etwas zu Essen.
Wir hatten 2 Stunden Aufenthalt auf der Insel, um uns mit dem Gedanken anzufreunden. Wir fuhren eine weitere Runde Kajak, um diesmal wirklich einen Strand nur für uns alleine zu haben. Leider stellten wir fest, dass solche Strände sehr unsauber sind, denn es wird viel natürliches Treibgut und Plastikmüll angespült, besonders dort wo die freie Meeresströmung direkt auf den Strand aufläuft.
Zum Schnorcheln war die derzeitige Monsunzeit sehr ungünstig, das Wasser war zu aufgewühlt und die Sichtweite betrug kaum einen Meter. Ansonsten könnte man sehr schöne Korallenriffe mit zahlreichen Fischen bewundern.
Nach Ablauf der zwei Stunden fragten wir unsere Tourleiterin Christina, ob uns nicht jemand Geld leihen könnte. Sie fragte im Park nach und handelte aus, dass wir uns unsere Ausgaben später bezahlen konnten. Jippiiieeeee!!! Unserer einsamen Abenteuerinsel stand nichts mehr im Wege!
Wir hatten zwar keinerlei Sachen dabei, weder eine Zahnbürste, noch Sachen zum Wechseln, zum Glück aber immerhin eine Kamera, eine Armbanduhr, Sonnencreme, Autan, Badesachen und die Kleidung die wir am Leib trugen. Unser Ausflugsboot wird uns am nächsten Tag wieder abholen.
Nachdem uns gegen 15:15h unser Ausflugsboot und damit das letzte Touristenboot die Insel verließ, kehrte Ruhe auf der Insel ein. Es gab fünf belegte Bungalows, drei Zelte wovon eines für uns war, und das Inselpersonal.
Als erstes legten wir uns an den nahezu einsamen Strand und streckten alle Viere von uns. Mit uns besuchten den riesigen Strand vielleicht zehn weitere Leute.
Nach der ersten Erholung kümmerten wir uns direkt um unser Zelt und stellten fest, dass eine große Affenfamilie der Dusky Langurs auf den Bäumen hinter unserem Zelt kletterte und dort ganz viele Blätter futterte. Wir bewunderten die Äffchen in freier Wildbahn aus vielleicht zwei bis drei Metern Nähe. Die Dusky Langurs kommen nur auf dieser Insel vor, sie sind putzig, klein und süß, fressen gerne Früchte und Blätter. Sie haben schwarzes Fell sowie einen weißen Fellkreis um die Augen. Die Jungtiere besitzen in den ersten beiden Monaten eine goldene Fellfarbe.
Nach Bewunderung der Äffchen machten wir uns wieder Richtung Strand auf, um dort die Sandkrebse zu beobachten, die sich vorsichtig aus ihren Sandlöchern gruben und viele Spuren im Sand hinterließen. Mit zunehmender Dunkelheit trauten sich immer größere Krebse aus ihren Höhlen heraus, aber sobald sie uns erblickten, verschwanden sie direkt wieder in ihrer Höhle oder flohen mit unglaublicher Geschwindigkeit über den Sand. Wir konnten die Krebse nur schwer im Sand erkennen und meist sahen wir sie erst, wenn sie sich ganz schnell über den Sand bewegten, dann erinnerten sie aber eher an ein kleines helles Büschel Gestrüpp, dass gerade über den Sand geweht wurde, so schnell waren sie.
Nachdem die Sonne völlig untergegangen war, setzten wir uns zu den anderen Gästen und Einheimischen ins offene Restaurant. Es war zum größten Teil überdacht, hatte aber keine Wände. Hier spielte Musik und es war hell erleuchtet, laut Hinweisschild wird im Camp um 22h der Strom komplett abgedreht. Wir kamen uns wie in einer früheren Dorfversammlungshalle mitten im nirgendwo vor, wo alle Leute zum Licht zusammenrückten, um sich dort aufzuhalten – der Rest des Dschungels war stockfinster.
Wir teilten uns beide ein Curry Reisgericht und eine Dose Lipton Eistee, weil wir nicht genug Geld hatten und uns nicht so viel leihen wollten.
Gegen 19:30h setzte ein heftiger Monsunregen ein. Wir zweifelten an der Dichte unseres Zeltes, aber zum Glück ließ der Monsun ab 21h schon wieder nach, so dass wir danach trockenen aber matschigen Fußes und mit Licht ins zum Glück trockene Zelt krabbeln konnten. Das Zelt war mit Decke und dünner Matratze ausgestattet.
Ich fand die Nacht ganz ok, der Dschungel war relativ ruhig und die meisten Tiere schliefen. Jenny hingegen fand die Nacht aufgrund des harten Bodens furchtbar und konnte wegen Rückenschmerzen kaum schlafen.
So ging ein sehr spontaner und schöner Tag zu Ende, wie man ihn nur einmal im Leben erlebt!
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7. Tag Koh Samui – Strandtag
by admin on Feb.03, 2010, under Thailand Urlaub 2009
28. August 2009
Nach den Dschungel Safaris der vergangenen Tage war heute Erholung am Strand angesagt. Als Snack zu Mittag gönnten wir uns einen gemeinsamen Maiskolben von unserem Strandverkäufer direkt vor unserem Hotel. Der Standardpreis für den Maiskolben betrug hier 1€, den zahlten aber nur Touristen ohne Handeln. Ich handelte den Preis auf 50 Cent herunter, bevor ich im verdeckten das Geld übergab, so konnten die anderen Gäste den Betrag nicht sehen. Selbst 50 Cent sind für einen Maiskolben in Thailand überteuert, aber dafür kaufte ich direkt am Strand und mitten in einer Touristenhochburg.
Nach einer Partie Beachball und einer ausgiebigen Runde Schwimmen neigte sich der Tag schon dem Ende entgegen. Unser Hotel hatte heute zum ersten Mal ein Grillbuffet sowie Tische und Stühle direkt am Strand aufgebaut. Daher entschlossen wir uns im Hotel oder vielmehr direkt am Strand zu speisen. Wir suchten uns in der Essensauslage White Prawns und Hühnchenspieße für den Grill aus und bedienten uns am Salat- und Beilagenbuffet. Es schmeckte sehr lecker und war ein sehr schönes und romantisches Ambiente, mit Fackeln, Feuertöpfen, dezenter Gartendeko sowie stimmungsvoller Beleuchtung.
So klang ein romantischer Abend aus.
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