Sonnen-wind

5. Tag Koh Samui – Erkundung der Insel I

by admin on Jan.07, 2010, under Thailand Urlaub 2009

26. August 2009

Wir standen um 7h morgens auf, um direkt nach dem Frühstück zum Rollerverleih schräg gegenüber von unserem Hotel zu gehen, da dieser Händler preislich unschlagbar war und über 40 Roller zur Auswahl hat. Übrig waren nur noch 2 Roller, ein Roter und ein Rosafarbener. Der Preis für den roten Flitzer betrug 3,5€ für 24 Stunden Mietdauer. Viel war also nicht zu erwarten, außer dass er vielleicht Fahren, Bremsen und Lenken sollte, was ich direkt überprüfte.

Ausblick über den Dschungel

Ausblick über den Dschungel

Wir nahmen den Roller und bogen mit ihm auf die Inselrundstraße ein, die in Küstennähe entlangführte. So machten wir uns auf die Suche nach dem Namuang Wasserfall, mit 80m Höhe der Größte der Insel. Wir bogen am entsprechenden Schild von der Hauptstraße ab und fuhren eine kleine Straße den Berg hinauf. Dort stiegen wir genau wie zwei weitere Touristenpaare den kleinen Trampelpfad zum Wasserfall hinab. Wir trugen als Einzige feste Schuhe und lange Hosen, die anderen waren nur mit Shorts, Flip Flops und ohne Helm unterwegs.
Wegen der Flip Flops kehrte das erste Paar recht schnell um. Der Weg wurde immer steiler und überall säumten Wurzeln, kleine und große Steine sowie Geröll den Weg. Irgendwann endete die Wegbeschilderung und das sehr leise Rauschen des Wasserfalls war kaum noch wahrzunehmen. Dabei ging unser Marsch bereits über 20min auf dem mittlerweile sehr zugewucherten Trampelpfad durch den Dschungel. Wir entschieden uns für den Rückweg, wer weiß wie weit der Weg noch geführt hätte. Dafür genossen wir unterwegs einen beeindruckenden Ausblick über den Dschungel mit seinen unzähligen Palmen. Nach der Safari waren wir klitschnass geschwitzt. So suchten wir lieber mit dem Roller den Aussichtspunkt des Wasserfalls, als den ganzen Weg durch den Dschungel zu laufen.

Leider stellte sich der Roller im Gebirge mit zwei Personen als sehr antriebsschwach heraus, weswegen ich an den steilen Stellen mit den Füßen kräftig mitlief und an den ganz steilen Stellen meine Freundin absteigen und hinterherlaufen musste, damit der Roller den Berg hinauf kam. Die Suche nach dem Wasserfall erweis sich als sehr schwierig, da die Beschilderung komplett aufhörte. Selbst die Einheimischen konnen uns den Weg nicht weisen. Vielleicht lag es auch daran, dass sie kein Englisch sprachen und man sich mit Händen und Füßen verständigte.

Erdrutsch unter der Straße

Erdrutsch unter der Straße

Als wir das Hochplateau verließen, kam uns plötzlich mitten auf der Straße eine Straßensperre eines militärischen Sperrgebietes entgegen. Wären nicht einfach mehrere Einheimische rotzfrech daran vorbei gefahren, hätten wir das auch nicht. Die Straße hörte plötzlich auf, denn 10m waren komplett den Hang hinabgerutscht, aber dahinter ging es normal weiter. Zum Glück konnten wir den Erdrutsch knapp umfahren. Im Tal angekommen, hätten wir beinah vor der Kaserne dem militärischen Wachposten salutiert, aber wir fuhren einfach an ihm vorbei, als wäre nichts gewesen.

Nach der Pleite mit dem Namuang Wasserfall machten wir uns auf die Suche nach dem Hinlad Wasserfall, der ebenfalls schön und touristisch weniger erschlossen sein sollte. Dieser war besser ausgeschildert und leichter zu finden.  Zum Wasserfall führte ein sehr kleiner Weg, nicht ganz so zugewuchert und unbegehbar wie bei unserer vorherigen Dschungelsafari. Leider stellte sich mit der Zeit heraus, dass der Weg zum Wasserfall sehr lang war. Zwischen durch gab es ein paar aufmunternde Schilder mit lustigen Entfernungsangaben: 700m, 500m 300m und schließlich 50m, wo wir das Rauschen schon deutlich lauter wahrnehmen konnten. Alles in allem stiegen wir fast eine Stunde am Stück durch den Dschungel den Weg zum Wasserfall hinauf.

Hinlad Wasserfall

Hinlad Wasserfall

Am Ziel waren wir die einzigen Menschen. Während unseres fast einstündigen Aufenthaltes genossen wir die Natur um den Wasserfall. Bei unserem deutlich schnelleren Abstieg kamen uns zahlreiche Touristen mit Flip Flops und Shorts entgegen. Zwei Touristen liefen sogar barfuss.

Nach dem Ausflug zum Wasserfall meldeten wir uns direkt in der Nähe des Parkplatzes zum einstündigen Elefantenreiten an. Dieser Ausflug kostete uns zusammen ca. 35€ und wir bekamen dafür eine private Tour mit einem einzigen Elefanten durch den Dschungel. Es ging teilweise stark bergauf und bergab und es gab  für den Elefanten große Steine zu überwinden.
Auf dem letzten Stück der Tour folgte ich dem Angebot des Elefantenführers und stieg hinter den Kopf des Elefanten. Ich saß dort sehr wackelig und hatte permanent Angst dem Elefanten mit meinen Beinen und Schuhen am Ohr weh zu tun. Der Elefant hatte recht weiche und runzelige Haut sowie einige borstige Härchen. Zudem fühlt er jede Fliege die auf seiner Haut landete und schlug sie mit dem Ohr weg. Hinter dem Kopf des Elefanten zu sitzen war ein phantastisches Erlebnis. Ein solcher Elefant ist beeindruckend hoch, wenn man auf dessen Rücken sitzt. Elefanten fressen permanent am Wegesrand Grünzeug, ein Elefant wiegt bis zu 5 Tonnen, hat eine Schulterhöhe bis zu 4m und frisst pro Tag ca. 500kg Nahrung. Am Ende unserer Safari stellte sich heraus, dass unsere Elefantenkuh schon recht alt, auf einem Auge blind und auf dem anderen schwach sehend war.
Nach dem tollen Safarierlebnis und den beiden großen Dschungeltouren machten wir uns erschöpft noch vor dem Sonnenuntergang auf den Rückweg zum Hotel.

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