Sonnen-wind

6. Tag Koh Samui – Erkundung der Insel II

by admin on Jan.10, 2010, under Thailand Urlaub 2009

27. August 2009

Heute bretterten wir erneut über die Insel. Wir tauschten bereits am Abend zuvor unser PS schwaches und ziemlich abgewracktes Vehikel für 50 Cent Aufpreis gegen die nächst größere Roller Variante ein. Jetzt kamen wir locker all die Berge hinauf, die wir beim ersten Mal nicht geschafft haben.
Juhu, so macht Rollerfahren Spaß!

Namuang Wasserfall

Namuang Wasserfall

Wir fuhren in Richtung Namuang Wasserfall. Dort parkten wir unseren Roller am Parkplatz und machten uns auf den Weg Richtung Wasserfall. Nach einigen recht komfortablen, aber durchaus steilen Stufen und Wegstücken kamen wir zum ersten Aussichtspunkt. Der Wasserfall war viel größer als der Gestrige und vom Anblick her schöner. Einige Hinweise von Einheimischen ermunterten uns zum weiter klettern: Es ging bedeutend steiler hinauf, was ohne den Einsatz von Händen nicht zu schaffen war. Am nächsten Zwischenstück teilte uns ein Einheimischer mit, dass wir weiter oben Schwimmen können. Wir setzten den Aufstieg fort. Der Weg wurde immer steiler und unebener und wir hielten uns an wilden Wurzeln, scharfen Felsen und zerbrechlichen Bäumchen fest. Wir kletterten fast am Wasserfall vorbei, hätte uns nicht ein zufällig vorbeikommender Einheimischer, der eine australische Touristin den Berg hinauf führte, den richtigen Nebenpfad gewiesen.

Wir kletterten schließlich den beiden hinterher und erreichten das große Felsplateau im oberen Bereich des Wasserfalls. Hier fanden wir ein natürliches kleines Becken, welches vom Wasserfall gespeist wurde. Ich ging nach Gutheißung des freundlichen Einheimischen schwimmen. Vorsorglich hatten wir Badesachen eingepackt. Das Wasser war erfrischend kühl und tat sehr gut, nachdem ich mich der völlig durchgeschwitzten Klamotten entledigt hatte.
Das Wasser war sehr trüb und ich konnte kaum 10 cm weit sehen. Es ist sehr spannend, wenn man nicht weiß, wann man gegen einen Felsen stößt. Vom Becken aus kann man über die Wasserfallkante den ganzen Dschungel mit seinen vielen Kokosnusspalmen und dem dahinter liegendem Meer überblicken. Der Ausblick vom Felsplateau war gigantisch.

Ausblick vom Wasserfall

Ausblick vom Wasserfall

Wir waren nur zu Viert auf dem Plateau: Der freundliche Thailänder, ohne den wir niemals den richtigen Weg gefunden hätten, die Australierin und wir Beide. Kurzzeitlich waren wir sogar ganz alleine.
Auf unserem Rückweg kamen uns mehrere Touristen entgegen und wir stellten fest, dass wir den perfekten Zeitpunkt abgepasst hatten. Die meisten Touristen blieben nur im unteren Bereich des Wasserfalls und wagten den schwierigen Aufstieg nicht. Auf dem Parkplatz standen ca. 15 Jeeps mit Ladeflächen für jeweils 6 bis 8 Touristen, die an der teuren, geführten Jeep Jungle Safari Tour teilnahmen.

Nach der Wasserfallbesichtigung fuhren wir den Süden der Insel ab, den wir gestern ausgelassen hatten. Hier gab es vor allem viele Kokosnusspalmenplantagen. Eine Weile sind wir einem Kokosnusstransporter hinterhergefahren und beobachteten die beiden frechen Affen, die sich an den Außenseiten des Transporters festhielten. Die Affen werden speziell zum Pflücken der Kokosnüsse ausgebildet und eingesetzt.

Wasserfallbecken

Wasserfallbecken

Zu Mittag aßen wir in einem schönen Lokal direkt an der Westküste am Strand. Anschließend fuhren wir nach Ban Nathon, der Inselhauptstadt. Hier hielten wir und erkundeten die lokalen Geschäfte. Es war weniger auf Touristen ausgelegt, als in Chaweng.

Nach einem Besuch im Tesco Lotus, einer großen englischen Supermarktkette, wo es alles vom Fernseher, über Klamotten, Haushaltsartikeln bis hin zu einer riesigen Lebensmittelabteilung gab, ging unser Tag auf dem Roller pünklich zur Sonnenuntergangszeit gegen 18:30h zu Ende.

Im Hotel kommt zu uns jeden Abend das Zimmermädchen und macht unser Bett schlaffertig, indem sie die Decke umklappt den Bettläufer abnimmt, die Tageskissen beiseite räumt, frische Blüten auf das Bett legt und im Badezimmer eine Duftlampe entzündet. So ging ein weiterer enorm spannender, abenteuer- und erlebnisreicher Urlaubstag zu Ende.

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