Sonnen-wind

Tag: Tempel

5. Tag Rundreise – Ho Chi Minh, Ausgrabungen

by admin on Nov.04, 2009, under Thailand Urlaub 2009

20. August 2009

Haus von Ho Chi Minh

Haus Ho Chi Minhs

Nach dem Frühstück sind wir zum früheren Wohnsitz Ho Chi Minhs gefahren. Er wohnte in einer abgeschiedenen Hütte mitten auf dem Land. Ho Chi Minh war Vietnamese und hat viel für die Unabhängigkeit Vietnams während des Vietnam Krieges geleistet. Das Anwesen wird von einer Familie Instand gehalten, die wahrscheinlich finanziell von der vietnamesischen Regierung unterstützt wird und von den Spenden der Besucher lebt. Er lebte hier für 7 Jahre als Flüchtling in den 1920er Jahren. Frankreich hatte zu der Zeit des Krieges den Süden des Landes besetzt gehalten, während China den Norden besetzt hielt. Die westlichen Staaten hatten Angst, dass der Kommunismus aus dem Norden übergreifen würde, deswegen wurde der Krieg gestartet, welcher über 20 Jahre dauerte und über 2 Mio. Todesopfer gefordert hat.

Mönche im Tempel

Mönche im Tempel

Anschließend sind wir zum Wat Phra Thad Choeng Chum gefahren. Die Pagode in der Mitte hat eine quadratische Basis und ist 24m hoch. Im Tempel haben wir unser Horoskop bestimmt, indem wir einen Behälter mit 28 Holzstäbchen so lange geschüttelt haben, bis das erste Stäbchen herausgefallen ist. Anhand der aufgedruckten Nummer haben wir den zugehörigen Horoskopzettel aus einem Schrank herausgenommen, auf dem uns die Zukunft vorhergesagt wurde. Schlechte Horoskope werden am Tempelausgang an einen Baum gesteckt und die Guten mitgenommen.

Schlechte Horoskope

Schlechte Horoskope

Unser nächter Stop war am Phra Thad Narai Cheng Weng Heiligtum, gebaut und benannt nach der Frau des Khmer Herrschers aus dem 10. bis 11. Jhdt.. Ursprünglich war es ein Teil eines Khmer Hindu Komplexes, denn auf dem Türstoß ist ein Portrait von Shiva und Vishnu zu sehen.

Zu Mittag haben wir in Baan Chiang gegessen, direkt in der Nähe vom National Musuem. Ganz Baan Chiang gehört seit 1992 zum Unesco Weltkulturerbe. 1967 hat hier ein US Student ein bemaltes Tonstück gefunden und in den USA identifizieren lassen. Es hat sich heraus gestellt, dass das Stück ca. 4000-7000 Jahre alt ist, woraufhin unzählige Archäologen mit Ausgrabungen begonnen haben. Unter dem gesamten Dorf befinden sich Fundstücke von Töpferkunst und Werkzeugen aus Eisen und Bronze, die als Grabbeilagen den Verstorbenen mitgegeben worden. Im Musem gibt es zahlreiche Exponate zu besichtigen. Wir haben viel über das Leben der Menschen aus dem Bronzezeitalter erfahren, sie haben schon mit Metalwerkzeugen gearbeitet, sich Nutztiere gehalten, mit anderen Stämmen gehandelt und getöpfert. Es ist zudem erstaunlich, dass die Töpferreien den heutigen sehr ähnlich sind.

Ausgrabungsstelle in Baan Shiang

Ausgrabungsstelle in Baan Shiang

Gerüstbau in Thailand

Gerüstbau in Thailand

Anschließend sind wir in Udon Thani Shoppen gewesen, zuerst auf dem lokalen Markt und anschließend im großen Kaufhaus. Und schon ging damit unsere Thailand Rundreise zu Ende. Unser letzte Halt war am Flughafen Udon Thanis zum Rückflug nach Bangkok. In Bangkok angekommen wurden wir zurück zum Century Park Hotel gefahren, wo wir unseren Reiseleiter verabschiedeten.
Im Century Park Hotel durften wir diesmal als besonderen Service als wiederkehrende Gäste in ein Deluxe Zimmer im 15. Stock einchecken, obwohl wir nur ein einfaches Zimmer gebucht hatten. Das Zimmer war ein wenig größer als das letzte, hatte einen besseren Ausblick und diverse kleine Extras, wie z.B. im Bad einen aus Handtüchern geformten kleinen Elefanten.

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2. Tag Rundreise Phanom Rung

by admin on Okt.19, 2009, under Thailand Urlaub 2009

17. August 2009

Tonarbeiten

Tonarbeiten

Heute morgen wurden wir um 6:30h vom Hotelweckservice per Telefon geweckt. Das Frühstücksbuffett war diesmal sehr thailändisch und bestand im Wesentlichen aus Suppe, Reis und verschiedenen Gemüsen. Wir aßen vornehmlich trockenenes Brot und Obst. Zum Glück waren wir noch vom Vorabend gesätigt.

Unser 1. Tourstop war das Töpferdorf Dan Kwian, wo traditionell mit rotem Ton aus den örtlichen Vorkommen getöpfert wird. Heutzutage wird Gips beigemischt, um die Töpfereien haltbarer und stabiler zu machen. Es wird alles von großen Wandreliefen, Krügen, verschiedenen Tierchen, Wasserspielen bis zu fast lebensgroßen Elefanten aus Ton gefertigt.
Die großen mit Wasser gefüllten Tonschalen am Eingang der thailändischen Häuser sind der Göttin Feng Shui gewidmet, die als Symbol der Fruchtbarkeit gilt.

Unser nächster Stop lag am Khmer Hindu Tempel Phanom Rung in 500m Höhe auf einem Berg. Hier hat man einen wunderschönen Ausblick auf das umliegende Flachland wo hauptsächlich Jasmin Reisanbau betrieben wird. Der Tempel selbst stammt aus dem 11. Jhrt. und wurde nicht ganz fertig gestellt. Das kann man sehr gut an den zweierlei verschiedenen Sorten verwendeten Gesteins erkennen. Im 11. Jhdt. wurde roter Sandstein und später Lavastein verwendet um den Bau abzuschließen.

Khmer Hindu Tempel Phanom Rung

Khmer Hindu Tempel Phanom Rung

Insgesamt wurden nur die wenigsten Khmer Tempel, deren durchschnittliche Bauzeit 100 Jahre betrug, fertig gestellt. Entweder fehlen ganze Gesteinsteile oder die aufwändigen Verzierungen, die erst vor Ort in den Stein gearbeitet werden. Der Hauptteil eines jeden Khmer Tempels ist der maiskolbenförmige Turm in der Mitte, der immer als erstes fertig gestellt wird.
Dieser Tempel gilt als Prototyp des berühmten Angkor Wat in Kombodscha.

Anschließend haben wir in einem einfachen lokalen Restaurant zu Mittag gessen. Es gab ein in Stückchen geschnittenes Hähnchen, einen kalten recht pikanten Papayasalat, Hühnchen mit Zwiebeln und Cashew Kernen, Omelett mit Rindfleisch, normalen Reis und speziellen Klebreis der leicht süßlich geschmeckt hat – eine lokale Spezialität.

Prasat Muang Tam

Prasat Muang Tam

Als nächstes haben wir die hinduistische Tempelanlage Prasat Muang Tam aus dem 11. Jhdt. besichtigt. Früher stand der Eingangsbereich in der Regenzeit regelmäßig unter Wasser, wobei auch teilweise die halbe Tempelanlage geflutet wurde. Das besondere an dieser Anlage sind die L förmigen Wasserbecken, während bei allen anderen hinduistischen Anlagen die Wasserbecken im Vorhof steht’s quadratisch sind. Hier sind die Wasserbecken deutlich größer und zudem mit 5 köpfigen Naga Schlangen umrandet. Die Anzahl der Schlangenköpfe deutet auf die Abstammung der Tempelerbauer hin. Bei königlichen Tempelanlagen wurden ausschließlich 9 köpfige Naga Schlagen verwendet, die kein anderer benutzen durfte.

Über den Untergang des Khmer Reiches wird ebenfalls spekuliert, die wahrscheinlichsten Theorien sind mehrere starke Überschwemmungen, eine Revolution der Bauern oder die zahllosen und aufwändigen Tempelbauvorhaben die zu viele Arbeitskräfte gekostet haben.

Anschließend haben wir ein Seidenweberdorf mitten im armen Hinterland von Thailand besucht. Während der Regenzeit arbeiten viele Seidenweber auf den Reisfeldern. Seidenweber brauchen für 1 mal 1 Meter Tuch ca. einen ganzen Tag, wenn sie schnell sind. Die meisten Seidenweberdörfer arbeiten für das Hilfsprojekt der thailändischen Königin, OTOP ein Produkt je Dorf. Seidenraupen wachsen ca. 3 Monate und schlüpfen 8 mal im Jahr, wobei aus 2 Din A4 Blättern voller Seidenraupeneier bis zu 3,5 kg Seide gewonnen werden kann. Seidenraupen werden ausschließlich mit Maulbeerblättern gefüttert.

Wasserbüffel am Wegesrand

Wasserbüffel am Wegesrand

Heute Abend stiegen wir im Thong Tarin Hotel in Surin ab, einer 100.000 Einwohner Stadt. Wir schienen die einzigen Touristen zu sein, überall beäugten uns Thailänder. Als Europäer mit blonden Haaren kommt man sich fast wie ein Filmstar vor.
Nach dem Abendessen haben wir einen kurzen Spaziergang zum Supermarkt gegenüber des Hotels gemacht, wo uns plötzlich auf der Strasse ein Elefant entgegen kam. Wir staunten nicht schlecht und haben dem Besitzer einige Bambusstücke abgekauft um den Elefanten zu füttern. Bei genauerem Hinsehen hat es sich um einen Babyelefanten gehandelt, der nervös mit den Ohren gewackelt hat – kein Wunder direkt an der Straße.

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Erster Tag Rundreise: Ayuthaya

by admin on Okt.10, 2009, under Thailand Urlaub 2009

16. August 2009

Heute morgen war um 5:45h aufstehen angesagt, weil uns unser Reisebus um 7h vor dem Hotel zur Rundreise abholen kam. Der Bus ist pünktlich am Hotel erschienen. Wir kamen nicht mehr aus dem Staunen heraus, weil wir erfahren haben, dass wir die einzigen Gäste für diese Tour sind. Für uns beide alleine stand ein Busfahrer, ein Reiseleiter und ein Reisebus zur Verfügung.
Zudem ist das ein sehr komfortabler Bus für 10 Personen, worin die vorderen beiden Gäste die Füße auf eine gepolsterte Bank hochlegen können.

Tempelanlage von Ayuthaya

Tempelanlage von Ayuthaya

Zuerst hielten wir in Ayuthaya am Wat Chaiwathanaram, einer 400 Jahre alten buddhistischen Tempelanlage die unter dem Unesco Weltkulturerbe steht. Ayuthaya war 400 Jahre lang die ehemalige Hauptstadt Thailands.
Das Faszinierende beim Besuch der Tempelanlage ist die absolute Stille und Friedfertigkeit, die von Vogelgezwitscher untermalt wurde. Wir waren gegen halb neun morgens an der Tempelanlage und damit die ersten und einzigen Gäste.
An den zahlreichen Buddhastatuen wurde massiver Kunstdiebstahl begangen, in dem ihnen die Köpfe entfernt worden sind, die unter Sammlern einen hohen Wert erzielen. Die hier stationierten Soldaten entwendeten während des Vietnamkrieges viele Kunstgegenstände. Sämtliche goldenen Verzierungen sind ebenfalls gestohlen worden und man sieht an den Stellen nur noch den schwarzen Schutzlack auf den das Gold angebracht wurde.


Unser nächster Stop war an einem lokalen Früchtemarkt direkt am Strassenrand bei dem Dorf Klang Dong. Hier haben wir vom Reiseleiter die einheimischen Früchte gezeigt und erklärt bekommen. Wir nahmen zwei verschiedene Früchte mit, Longan und Mangostan. Longanfrüchte, auch als Lingkangfrucht bezeichnet, haben eine hellbraune Schale, die sich zwar gut lösen lässt, aber sehr klebrig ist. Der süßliche bis fein säuerliche Geschmack und die Beschaffenheit des weißlichen Fruchtfleisches schmecken sehr lecker.

Anschließend aßen wir in einem lokalen Restaurant zu Mittag, wo wir von unserem Reiseführer zahlreiche lokale Spezialitäten Thailands aufgetischt bekommen haben. Erstaunlicherweise waren alle bis auf die Meeresfrüchtesuppe mit Chillis (Tom yam gung) nur wenig scharf. Wir haben jedoch schon vor dem Essen das Versprechen bekommen, dass es mit jedem Tag etwas schärfer werden würde.

Verschiedene thailändische Spezialitäten

Verschiedene thailändische Spezialitäten

Nach dem Mittagessen besuchten wir das Khmer Kloster bei Prasat Hin, eine von der Unesco restaurierte riesige Tempelanlage aus dem 11. Jahrhundert. Das besondere an der Tempelanlage ist die Verschmelzung des buddhistischen und hinduistischen Glaubens. Hier wurden z.B. die hinduistischen Phallussymbole durch Buddhastatuen ersetzt. Der maiskolbenförmige Turm in der Mitte der Tempelanlage diente als Begräbnisstätte für Könige. Auf dem Haupthof der Tempelanlage wird der verstorbene König 100 Tage lang aufgebahrt und anschließend verbrannt. Dabei wird die Asche in drei Teile geteilt, ein Teil wird in den Fluss gegeben, einer wird im Turm beigesetzt und der letzte geht in einer Urne nach Hause zur Familie.

Khmer Kloster bei Prasat Hin

Khmer Kloster bei Prasat Hin

 Wir erfuhren viel über den Buddhismus und Hinduismus, die eng miteinander verknüpft sind. Die Hinduisten müssen ihren Glaubensgrundlagen streng folgen, während die Buddhisten in ihren Entscheidungen freier sind. Es gibt Verhaltensregeln für gute und schlechte Taten. Die Buddhisten glauben an die ständige Wiedergeburt und können durch ihre Taten bei der nächsten Wiedergeburt in eine höhere Daseinsform aufsteigen. Das Höchste ist das Nirvana, die ewige Erleuchtung. Wer diesen Zustand erlangt, scheidet aus dem Wiedergeburtszyklus aus. Im Hinduismus wird man hingegen immer in der gleichen Kaste wiedergeboren und kann diese niemals verlassen: Ein König bleibt immer ein König und ein Bauer immer ein Bauer.

Banyan Baum mit Verkaufsstand

Banyan Baum mit Verkaufsstand

Unser letzter Stop des Tages war der Besuch einer der größten Banyan Bäume des Landes mit über 300qm² Fläche. Das ist ein riesiger Baum der in Sumpfgebieten wächst und sich über Wurzeln durch die Luft ernährt. Dem Baum wurde sogar ein eigener Schrein gewidmet und Menschen lassen dort Fische, Schildkröten, Vögel und vieles weitere Getier frei um sich von dieser guten Tat entsprechend ihres Glaubens etwas zu erhoffen.
Vögel stehen z.B. für eine gute Reise und Goldfische für Wohlstand und Geld.

Unsere Übernachtung fand im Sima Thani Hotel statt, wo wir ein leckeres und sehr üppiges Abendbuffet hatten. Nachdem wir uns völlig kugelrund gegessen hatten, ging unser Tag nach über 500 km Reise zu Ende.

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